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Ausstellungen und Veranstaltungen

Montag, 05. September 15 Uhr
Kaffeeklatsch am Montag

„Luther am Zuckerhut“

Bei Brasilien denken die meisten an Fußball (oder aktuell Olympia), Karneval, Samba – und natürlich den Zuckerhut. Manche wissen auch, dass Brasilien längst kein „Entwicklungsland“ mehr ist, sondern ein aufstrebendes Schwellenland mit wachsender wirtschaftlicher und politischer Bedeutung. Und dass es gegenwärtig von politischen und wirtschaftlichen Krisen geschüttelt wird. Nur wenige wissen, dass es in Brasilien auch eine aktive und engagierte lutherische Kirche gibt.

Luther selbst war nie am Zuckerhut. Aber Lutheraner gibt es dort. Die Evangelische Kirche lutherischen Bekenntnisses in Brasilien ist zwar verschwindend klein, wenn man sie mit der katholischen Kirche oder den evangelischen Megakirchen vergleicht.

Aber als kleine Minderheitenkirche pflegt sie nicht nur ein aktives Gemeindeleben, sondern stellt sich auch vielen der Herausforderungen in ihrem Umfeld: ob es um die Armut von Menschen in den Elendsvierteln geht oder um Kleinbauern, die ums Überleben kämpfen. Indigene, die um die Durchsetzung ihrer verfassungsmäßig garantierten Rechte streiten. Menschen, die in der religiösen Vielfalt Brasiliens die Orientierung zu verlieren drohen. Protest und Engagement gegen sexuellen Missbrauch von Minderjährigen. Oder auch einfach um kleine Gemeinden, die in der Weite des Landes nur schwer von Pastoren oder Pastorinnen versorgt werden können.

Von der aktuellen Lage in  Brasilien und vom Leben der Ev. Kirche lutherischen Bekenntnisses in Brasilien berichten mit Bildern Kurt Herrera und Mariani Tauchert.

 

Pastor Kurt Herrera ist Lateinamerikareferent des Ev.-luth. Missionswerks in Niedersachen (ELM). Mariani Tauchert ist eine Journalistin aus Brasilien, die gegenwärtig ein FSJ in Hermannsburg absolviert.

Heidespaziergang ins Tiefental:
Auf den Spuren von Ludwig Harms, vom 11. August bis 08. September jeden Donnerstag


Das Ludwig-Harms-Haus (LHH) lädt auch in diesem Sommer (August/September oder nach Vereinbarung) wieder ein. Treffpunkt ist das Foyer im LHH. Wer möchte kann schon vor dem Heidespaziergang ins Tiefental am Tagesprogramm teilnehmen, zu dem die Vorführung einer informativen Ton-Bild-Schau am Vormittag ab 11 Uhr gehört. Anschließend besteht die Möglichkeit am internationalen Mittagstisch teilzunehmen. Ein Nachmittagskaffee mit leckerer hausgemachter Torte, Kaffee oder Tee satt schließt das Programm ab.

Zum Inhalt:
Als Ludwig Harms 1853 die Missionsfreunde einlud, das alljährlich stattfindende Missionsfest im nahe gelegenen Tiefental, in der Heidelandschaft abzuhalten, verband er damit eine konkrete Absicht. Was ihn bewog und wohin der Pilgerweg die Gläubigen führte, das erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während dieses Ausfluges. Einen Einstieg in die Geschichte und über die Arbeit des Ev.-luth. Missionswerkes in Niedersachsen (ELM) gibt es bei der Führung durch die Dauerausstellung „Candace – Partner in Mission“ um 11 Uhr. Die Führung durch die Ausstellung kostet 2 Euro pro Person.

Nicht nur die Anfänge der Hermannburger Mission sollen zur Sprache kommen, auch und vor allem die Entstehung und Bedeutung dieser einzigartigen Kulturlandschaft soll im Mittelpunkt eines informativen und kurzweiligen Rundganges durch eines der schönsten Regionen der Südheide sein.

Missionsschiff Candace (1853 - 1875) | Reederei: Renk in Hamburg, Harburg | Auftraggeber: Pastor Ludwig Harms, Hermannsburg