Navigation Navigation schließen

Ausstellungen und Veranstaltungen

Dienstag, 12. Dezember, 15:00 Uhr,
Kaffeeklatsch am Montag

„Im Irdischen das Himmlische Luther und Bach in Mitteldeutschland“  (60 min.)

Die musikalische Reise geht durch Mitteldeutschland zu den Luther- und Bachstätten. Es ist eine Reise mit Luthers Sprache und Bachs Klängen.

In der Pop-Musik ist es oft so, dass man einen bekannten Song nimmt und dann einen neuen Text dazu schreibt. Eine eingängige Melodie ... und fertig ist der Hit. Der Kirchenreformator Martin Luther machte das ähnlich, nahm bekannte Melodien und kombinierte sie mit Psalmen und Texten aus der Bibel. Eine himmlische Kunst nannte er die Musik und bis heute ist ein Gottesdienst ohne Musik unvorstellbar. Musik ist Gemeinschaft und Gefühl. Für Luther verband sie dazu noch auf wunderbare Weise das Irdische mit dem Himmlischen. Luther war so voller Überschwang, dass er meinte, wenn er kein "Theologus wäre, so möchte er am liebsten ein Musicus sein". Aber er konnte nicht gut komponieren, gerade mal knapp eine Minute Musik ist von ihm überliefert. "Non moriar sed vivat." Aber gesungen hat er leidenschaftlich gern. In seiner Kindheit in Eisleben, in Eisenach als Schüler, um sein Taschengeld zu verdienen und als Student in Erfurt. Mit der Laute zog er von Wirtshaus zu Wirtshaus und zu den Studentenbursen, heute Studentenwohnheim genannt, der Universität Erfurt.

Bach führt diese Freude am Singen und der Musik weiter. Mit dem Unterschied, dass er die Melodien für die Texte neu komponierte. So, wie zum Beispiel die Johannespassion, die h-Moll-Messe, das Weihnachtsoratorium, die vielen Kantaten für die sonntäglichen Gottesdienste. In ihnen bringt er die verborgenen Bedeutungen der Bibeltexte, deren Herz, zum Klingen. Bach verfügte über eine noch heute beeindruckende Bibliothek religiöser Literatur, mit mehreren wertvollen Lutherbibeln. Die Hälfte seines Berufslebens verbrachte er im Dienste kirchlicher Auftraggeber. Für viele ist er der Thomaskantor, ein musikalischer Prediger, der sogar als fünfter Evangelist bezeichnet wird. Tief im lutherischen Glauben verwurzelt, entwickelte er eine geistliche Tonsprache, die alle Zeiten überdauert. Das Himmlische im Irdischen war Bach immer eine Herzensangelegenheit.

„Wir werden uns Gehör verschaffen!“.

Sonntag, 06. November 2016 ab 11:30 Uhr

August 2012, Marikana bei Rustenburg/Südafrika: Ein Streik der Minenarbeiter spitzt sich zu, es sterben Arbeiter und Sicherheitskräfte. Ihren Schmerz darüber haben die Witwen in Bildern verarbeitet. Das Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) zeigt eine Wanderausstellung der Heidelberger Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA) mit dem Titel „Wir werden uns Gehör verschaffen!“. Zur Eröffnung lädt das ELM für den 6. November um 11:30 Uhr ins Hermannsburger Ludwig-Harms-Haus ein.

Gezeigt werden in der Ausstellung sieben so genannte Bodymaps der Hinterbliebenen, die in dem kreativen therapeutischen Workshop entstanden sind. Sie zeugen vom Schmerz der Frauen und sind ein Schritt zur Aufarbeitung und zur Auseinandersetzung mit den Geschehnissen. Mit Fotografien zeigen die Frauen außerdem  ihre Lebenswirklichkeit in ihrer Heimat aus ihrer eigenen Perspektive. Ihre Situation hat sich mit dem Tod ihres Ernährers verschlimmert, aber sie kämpfen weiter.

Missionsschiff Candace (1853 - 1875) | Reederei: Renk in Hamburg, Harburg | Auftraggeber: Pastor Ludwig Harms, Hermannsburg